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Fachinformation zu Diaphin®:DiaMo Narcotics GmbH
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Eigenschaften/Wirkungen

ATC Code N07BC06
Wirkungsmechanismus
Diamorphin ist ein narkotisches Analgetikum. Es selbst bindet, im Gegensatz zu den aktiven Metaboliten 6-Ortho-Monoacetylmorphin (6-MAM) und Morphin, kaum an die Rezeptoren im Zentralnervensystem. Es kann daher als Prodrug bezeichnet werden. Für die zentralnervösen Wirkungen ist in erster Linie die Bindung an μ-Rezeptoren verantwortlich. Die Wirkung beim Süchtigen dauert 5-8 Stunden.
Pharmakodynamik
Diamorphin, bzw. die aktiven Metaboliten üben ihre Wirkungen via Interaktion mit spezifischen Rezeptoren (Endorphin- bzw. Opiatrezeptoren) aus. Es unterscheidet sich in dieser Hinsicht nicht von anderen Opiaten. Unterschiede ergeben sich jedoch aus den kinetischen Eigenschaften des Diamorphin. Es kommt vor, dass Drogenabhängige unterschiedlich empfundene Wirkungen verschiedener Opiate als Substanzunterschiede interpretieren. Tatsächlich ist die Bedeutung pharmakodynamischer Unterschiede gering, die Auswirkungen verschiedener Einnahmeformen und der entsprechenden Kinetik dagegen viel wichtiger. Ob eine Opiatwirkung als erwünscht oder unerwünscht angesehen wird, ergibt sich teilweise aus den subjektiven und situativen Erwartungen. Sowohl bei der illegalen Anwendung wie auch im Rahmen der heroingestützten Behandlung sind viele Auswirkungen auf das ZNS vom Patienten grundsätzlich erwünscht (Euphorie, Wärmegefühl).
Klinische Wirksamkeit
Neben den schwer quantifizierbaren rein pharmakologischen Wirkungen des Diamorphin führt die interdisziplinäre heroingestützte Behandlung zu folgenden medizinischen und sozioökonomischen Ergebnissen:
·Verbesserung und Stabilisierung der körperlichen Gesundheit
·Rückgang der depressiven Zustände und Angstzustände
·Rückgang des illegalen Heroin- und Kokainkonsums
·Verbesserung der Wohn- und Arbeitssituation
·Abnahme der Kontakte zur illegalen Drogenszene
·Abnahme der gerichtlichen Verurteilungen

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